Gestern haben wir nach langer, langer Zeit endlich mal wieder einen Kinobesuch gewagt. “2012″ stand auf dem Programm…
Tja, was soll ich dazu sagen? Erwartet hätte ich mir ein bißchen mehr, und von den 2 1/2 Stunden Laufzeit hätte man locker noch mal eine halbe Stunde abzwacken können.
Die Effekte waren zwar meistens nett anzuschauen, aber ziemlich hanebüchen – genauso wie der ganze Plot dieses Films.
Mir ist der Film zu amerikanisch: Held wider Willen bekommt am Schluß seine Familie zurück, nachdem er vorher auch noch eine der Archen ganz alleine wieder flott bekommen hat. Eine rührselige Ansprache zu mehr Menschlichkeit soll wohl die Zensoren in den US of A besänftigen, und am Schluß segeln alle gemeinsam in den Sonnenuntergang. Puh!
Meine Meinung: muß man definitiv nicht gesehen haben…

Also.. wenn man einen Emmerich-Film ansieht, sollte man nicht unbedingt eine sehr tiefgründige Story erwarten. Er macht halt gerne Effektfilme, und die können sich, finde ich, durchaus sehen lassen. Und wenn man dann noch bedenkt, dass er das für einen Bruchteil von anderen Produktionen hinbekommt…
Er macht Popcornkino… genau das soll man da erwraten, und dann genießt man den Film.
Übrigens… von wegen typisch amerikanisch… immer vor Augen halten, dass Emmerich nicht Ami ist. *g*
Schon klar, daß der kein Ami ist. Aber er macht halt Filme für amerikanische Firmen, und da hat sich, meiner Meinung nach, seit langem ein gewisses Strickmuster für Filme etabliert.
Ich habe ja keine tiefgründige Shakespeare-Verfilmung erwartet, trotzdem war’s ein bißchen dünn… selbst für Popcorn-Kino.
“The Day after Tomorrow” hat mir da z.B. sehr viel besser gefallen.
“The Day After Tomorrow” – igitt! Gegen die Emmerich-Machwerke wirkt ja selbst ein Film von Uwe Boll wie ein Coppola-Klassiker
Die Filme sind wie die “Bücher” (im weitesten Sinne) von Dan Brown – gequirlte, quietschbunte Kacke.
Ja, gut – mit 16 war ich damals auch freiwillig mit ein paar Kumpels in “Stargate” drin, aber das war wirklich der erste und später neben Star Wars I-III auch einzige Film, bei dem ich etwas ratlos wieder aus dem Kino raus ging und es mir um das bezahlte Geld leid tat.