Fauler Sack

Jupp, das trifft wohl voll und ganz auf mich zu! Na ja, wenigstens teilweise… meistens eigentlich. Warum ich nicht mehr geschrieben habe??

Tja, leider hat mich die Realität wieder fest im Griff. Die schönen Zeiten in der Arbeit sind vorbei… Für insgesamt sechs Wochen wurde wegen Umbau der Flaschenfüllerei nichts abgefüllt – das hieß für mich natürlich, eine ruhige Kugel schieben zu können.

Jetzt allerdings muß ich diesen Rückstand wieder aufarbeiten… Erschwerend kam noch hinzu, daß ich zur Gelegenheit des 1000sten Sudes etwas ganz besonderes gebraut hatte: ein echtes dunkles Bier: süffig, malzig – so, wie es sich gehört.
Und untergärig.

Ich arbeite ja in einer Brauerei, in der normalerweise nur obergärige Ales produziert werden. Die sind recht anpruchslos herzustellen, und man kann die schon nach zwei Wochen verkloppen.

Ein leckeres untergäriges dauert mindestens sechs Wochen, dementsprechend lange ist die Tankbelegung (also Gärtanks sind hier gemeint…).
Noch schlimmer wird es allerdings, wenn die Hefe aus Kalifornien angekarrt werden muß, und wegen Fehlplanungen einiger Leute noch zwei Wochen im Kühlschrank lagern muß…

Trotz halbtoter Hefe habe ich aber immer noch ein leckeres Bier rausbekommen… wovon ich eigentlich auch gerne ein Bild einstellen würde, aber das Wetter läßt ein Photo, so wie ich es mir vorstelle, einfach nicht zu!

Ein leckeres Bier in einem schönen Krug, die Sonne (haha!) scheint durch das Glas, und läßt das Dunkle schön in der Sonne funkeln, während sich verschwommen im Hintergrund eine sexy Brotzeit räkelt…

Aber na ja…

Dafür habe ich wieder einen Mitarbeiter  bekommen, einen Franzosen (Bienvenue a l’enfer!). So ziemlich das erste, worüber er sich bei mir ausgelassen hatte: es gebe hier ja überhaupt keine Kultur – keine Konzerte, keie Museen, nichts architektonisch wertvolles, und die Küche erst!
Nur Hamburger, Cheeseburger, Buffaloburger, Hamburger, Steaks, Cheeseburger, Hamburger, Steaks, Hamburger, usw. und so fort…

Ich glaube, wir werden uns gut verstehen – zumal er anscheinend auch kein Alkoholiker und kein Arbeitsverweigerer ist. Mal schauen… erst muß ich ihn noch anlernen, und dann sehen wir weiter.

Neben Faulheit war auch das Wetter ein Grund für mich nicht zu schreiben. Vor wenigen Tagen hatten wir noch frühlingshafte 16°C – und gestern und gestern hat es wieder geschneit. Zwar nur leicht, aber immerhin.
Vermittelt einem so das Gefühl, in einem ewigen Winter gefangen zu sein. Ich brauch Licht, Luft, blauen Himmel, Wärme… (und Strand und Meer; hmmm… vielleicht sollte ich doch wieder nach Mexico zurückkehren?).

Aber ich verspreche, daß ich wieder regelmäßiger schreiben werde – ich will ja meine dreikommasieben Leser nicht vergraulen…! ;-)

Ach so: das Wetter soll ganz langsam frühlingshafter werden, und morgen sollte auch mein neues Objektiv einschlagen. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch ein Bild von meinem Dunklen zu machen… (verkauft sich übrigens wie geschnitten Brot! :-))

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One Response to Fauler Sack

  1. 63mg says:

    Übrigens ist heute “Welttag des deutschen Bieres” und das “Deutsche Reinheitsgebot” feiert heute seinen 494. Geburtstag. Hier gelesen ;D

    Gibt´s bzgl. Reinheitsgebot & Bier ähnliches auch in Kanada?

    Hier noch ein Buchtipp zur Feier des Tage von einem Autor, auf den ich große Stücke halte. Falls du nach dem googlest, lass dich nicht von seinem Äußeren täuschen *g

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