Gestern Abend hatten wir sehr unangenehmen Besuch. Wenn dieser Besuch nicht so unangenehm gewesen wäre, dann wäre er an und für sich eigentlich nur lächerlich gewesen.
Vor der Haustür stand Monctons offizieller “animal control officer“, ausgerüstet mit schußsicherer Weste (kein Witz!), einem Tonfa und Pfefferspray am Gürtel. Kostümiert natürlich, ganz stilecht nordamerikanisch, in einer schwarzen, martialisch anmutenden Möchtegern-Cop Uniform.
Anscheinend hat Spatzl ganz gewaltig gegen Monctons by-law # H-202 verstoßen, indem sie außerhalb der Wohnung war… sie war mehrmals ein “animal at large“, wie es so schön heißt. Also eine Katze, die draußen ein bißchen herumstromert und die Natur genießt.
Sowas ist in Moncton nicht erlaubt, und ein pflichtbewußter Monctoner Bürger hat das natürlich gleich melden müssen (schlimmer als in Deutschland…).
Ist ja auch eine Unverschämtheit… eine Katze – auf seinem ureigensten Grund und Boden! Und angeblich hat sie auch auf sein Grundstück geschissen! Noch unverschämter!
Wegen dieses Arschloches muß die arme Katze jetzt in der Wohnung eingesperrt bleiben. Oder darf sich wahlweise mit einer maximal drei Meter langen Leine angebunden draußen in unserem Minigarten aufhalten.
Strafe bei Nichtbefolgung: bis zu 1’070 kanadische Taler!
Ich hab’ mich schlau gemacht: auch in Kanada ist es leider verboten Arschlöcher zu erschießen. Mal schauen…
Ich hoffe, Ihr seid nicht aufgrund der deutschen Bürokratie ausgewandert, um sie dann in schlimmerer Form vor Ort wiederzufinden.
Eigentlich bin ich damals weg, weil mir D-land viel zu bürokratisch, zu eng, zu kalt, zu spießig war.
Mittlerweile habe ich gelernt, daß es überall auf der Welt so ist. Nur in den wärmeren Ländern (Dom. Rep., Mexico, Ägypten) habe ich eine andere Lebenseinstellung vorgefunden. Die menschen da können das Leben noch größtenteils genießen, ohne anderen immer ans Bein pinkeln zu müssen…
autsch
Das sind so Momente in denen ich spontan aufkommende Lust auf Gewalt verspüre …
Schön, daß es nicht nur mir so geht. Leider bin ich überhaupt kein gewalttätiger Mensch, sonst hätte ich dem Spacko schon längst seine Fresse poliert! Solche Leute kotzen mich einfach nur an…
Ich wünschte, sein kostbarer Garten würde einfach kaputt gehen…
Wenn ich das grad richtig überflogen habe, besagt #H-202, daß eine Katze gechipt sein muss, wenn sie draußen rumlaufen will?
Andere Idee: Kannst du deinen mini-Garten Katzenausbruchsicher machen? (Falls das nicht gegen irgendeine Gartenverordnung verstösst) Dann kann Spatzl wenigstens etwas nach draußen. Wenn sie das so gewohnt ist und nur drinnen sein muss, kann es echt Probleme geben
Ich guck seit einigen Tagen nach einer Möglichkeit einen Zaun aufzustellen. Ich lasse mir gerade verschiedene Muster schicken, damit ich sie der Vermieterin zeigen kann.
Mit dem Chip wußte ich nicht, da muß ich mich gleich schlau machen! Vielleicht ist das ja die Rettung… Danke für den Tip! :-)
Eigentlich hat Spatzl doch was gutes gemacht : den Garten mit frischem Naturdünger versorgt!
-Der Typ sollte sich eigentlich freuen ;)
Das ist halt so eine alte Hackfresse, der hat immer was zu meckern… der geht ja sogar rum und reißt die Wurzeln von den zwei bis drei Löwenzähnen (Löwenzahnen? Löwenzahne? Pusteblumen halt…) die ihn im Jahr plagen raus. Dem sein Garten ist sowas von steril… ich muß doch glatt mal ein paar Bilder hier einstellen!
Außerdem