Legal? Illegal! Scheißegal…

The little faggot with the earring and the makeup
Yeah, buddy, that’s his own hair
That little faggot’s got his own jet airplane
That little faggot, he’s a millionaire

Ich hab’s nicht mit Political Correctness. Überhaupt nicht. Eigentlich hab ich es mit so ziemlich gar nichts, das aus den US of A kommt.
Um mal auf mich selber zu verlinken – Logorrhoe, Teil 13: Amerika – die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg über die Kultur.

Mit der Kultur ist das hier in Kanada auch so eine Sache. Das sollte ich eigentlich so nicht sagen, denn in Großstädten und dichter besiedelten Gebieten herrscht ein Kulturangebot, das sich hinter dem von Europa nicht zu verstecken braucht.

Leider lebe ich in Moncton, New Brunswick… und das ist ähnlich groß wie Rosenheim (ca. 60’000 arme Seelen), mit den zwei Nachbargemeinden Dieppe und Riverview zusammen sogar so groß wie Remscheid oder Moers (ca. 105’000).

Der große Unterschied liegt darin, daß man von Rosenheim, Remscheid oder Moers aus irgendwo hinfahren kann. Sogar Bahnverbindungen gibt es da. LUXUS PUR!

Aber ich schweife ab…

Heute habe ich bei Canada, eh? einen Artikel gelesen, den ich zuerst nicht glauben konnte.
Dire Straits’ Lied “Money For Nothing” ist ab sofort in Kanada illegal zensiert. Zwar nur eine bestimmte Version, die mit dem im ersten Absatz zitierten Text, aber immerhin!

Der Grund? Es taucht ganze drei Mal das Wort “faggot” (Schwuchtel, Tucke) auf… und das ist in Zeiten von Political Correctness natürlich völlig in-ak-zep-ta-bel (wo würden wir denn da hinkommen, wenn jeder Hinz und Kunz einfach alles singen dürfte, was ihm gerade in den Kopf käme)!

Wer es sich antuen möchte: hier ist die ganze Entscheidung des CBSC (Canadian Broadcast Standards Council) nachzulesen.

Hier eine Version, die politisch korrekt ist: anstatt faggot werden andere Wörter benutzt, die aber auch “Schwuchtel” oder “Tucke” bedeuten… ;-)

Arme Welt…

Obligatorischer Disclaimer: nein, ich habe nichts gegen Schwule, Lesben, Transen oder sonstige Minderheiten. Ich bin bloß dagegen, eine Sprache aus zwar gutgemeinten, aber völlig idiotischen Gründen zu manipulieren.
Ein Schwuler bleibt ein Schwuler, egal welchen Ausdruck man benutzt. Ich bin z.B. dick, aber weder rege ich mich auf über Marius Müller-Westernhagens Lied auf, noch verfalle ich in Wehleidigkeit und verklage Leute, die mich fett nennen.

Wie man so schön in englisch sagt: suck it up!

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2 Responses to Legal? Illegal! Scheißegal…

  1. 63mg says:

    *kopfschüttel* und hast du von gehört, daß eine neue Ausgabe von Twains “Huckleberry Finn” um das böse N-Wort bereinigt sein soll/wird? http://goo.gl/hYTnv (zeit.de)

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