Technisches Zeichnen

Es steht eine Erweiterung der Brauerei bevor: wegen des wahnsinnigen Erfolges meines “Premium Lager”-Bieres müssen mehr Tanks angeschafft werden – zwei Außentanks mit jeweils knapp 200 hl Kapazität sollen es werden.

Der erste Kostenvoranschlag der Firma DME aus Prince Edward Island war nicht zu unserer Zufriedenheit ausgefallen, es folgte ein ausführliches Meeting mit dem ausführenden Ingenieur, bei dem wir alle unsere Wünsche und Anforderungen durchgingen.

“Nur” knapp drei Wochen später kam das neue Angebot – ohne Bauplan.

Auf unser Nachfragen nach einer technischen Zeichnung bekamen wir folgendes vom Ingenieur zugemailt:

 

Wenn es denn nicht so traurig wäre, hätte ich mich schlapp gelacht… Das sieht so aus wie anno dunnemals meine Hausaufgaben in TZ, die ich mangels Lust immer am Morgen im Bus zu zeichnen versuchte.
Ich wechselte dann auch vom technischen Zweig zum kaufmännischen Zweig der Realschule… ;-)

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4 Responses to Technisches Zeichnen

  1. barney says:

    Vertrauenserweckend! Und was sagt der Chef dazu? :)

    • Andi says:

      Na, der ist doch auch von hier… für den ist das alles normal! Ich verrate dir noch ein Geheimnis: diese Tanks müssen ja auf einem festen Untergrund stehen – logisch.
      Dazu wurde extra eine große Betonplatte gegossen, schön mit Stahl verstärkt, fast so wie es sich gehört.
      “Fast” nur deshalb, weil diese Betonplatte nicht von einem Ingenieur oder einem Statiker entworfen wurde – sondern von dem Typen, der in der Brauerei quasi Hausmeister ist!
      “Ja, so ungefähr so dick sollte schon genügen, dazu ein bißchen Stahl – das langt locker!”
      Dazu noch ein bißchen Geld an die richtigen Stellen – und SCHWUPPS! ist die Baugenehmigung da…
      ;-)

      • barney says:

        Ah, ok. Die Story mit der Betonplattform könnte auch aus der DDR stammen, nur käme dann noch eine Episode dazu, wo irgendjemand unter, mhm, “schattigen Umständen” 20 Säcke Zement und ein paar Hundert Meter Baustahl “organisiert” hätte. Dann mussten nur noch durch Ausrufung eines Grillfests mit sehr viel Exportbier (Wernesgrüner oder Radeberger galt als harte Währung) ein paar Freiwillige angelockt werden… ;)

        • Andi says:

          Wernesgrüner hab’ ich bloß einmal probiert, und kann mich nicht mehr dran erinnern wie es schmeckt. Radeberger hingegen hat mir schon so manchen Kater in jungen Jahren beschert… ;-)

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