Gerade habe ich auf Spiegel Online einen Bericht über den neuen Über-Riesen-Giga-Geil-EBook-Reader von Amazon gelesen, und alles was ich mir dabei gedacht habe war: “Wer braucht denn so einen Müll?”
Ist es nicht um so vieles schöner sich ein richtiges Buch zu kaufen? Aus Papier? Sich zu Hause hinzusetzen, ein schönes Glas Wein oder ein leckeres Bier daneben, und sich in das Abenteuer zu stürzen?
Was treibt uns bloß immer an, uns wie ausgehungerte Straßenköter auf allen Scheißdreck zu stürzen der uns vorgesetzt wird?
Immer schneller, immer aktueller, immer mehr, immer elektronischer… geht das nicht mit der Zeit ein bißchen auf den Sack?
Ich bin ja zugegebenermaßen etwas konservativer eingestellt was diese tollen neuen Spielsachen angeht, aber mir kommt es so vor, als ob Kritikfähigkeit und Konsumverweigerung heutzutage vollkommen abhanden gekommen wären. Sind das Relikte aus längst vergangenen Tagen? Von damals, als wir nur vier TV-Programme hatten (ist das wirklich erst 25 Jahre her?), und Computer dazu da waren Captain James Tiberius Kirks Logbucheinträge aufzunehmen?
Ich habe für mich persönlich entschieden, daß ich nicht mehr auf jeden vorbeifahrenden Zug aufspringen muß. Erst schauen wir mal wohin er fährt. Dann gucken wir mal, ob ich da überhaupt hin will oder hin muß. Danach suche ich eine Alternativlösung. Und wenn sich’s wirklich nicht mehr vermeiden läßt, dann… vielleicht… unter Umständen…
Das war das Wort zum Donnerstag. Guten Abend meine Damen und Herren.
