Gebrannte Mandeln

Advent, Advent die Mandel brennt – oder so. Auf jeden Fall war mir seit ein paar Tagen nach gebrannten Mandeln.

In fast jedem zivilisierten Land wäre ich jetzt einfach auf den Christkindl- respektive Weihnachtsmark gegangen, und hätte mir dort eine Tüte (oder zwei…) gegönnt. Und ein oder zwei Becherchen Glühwein, zur Sicherheit. Man weiß ja nie wozu sowas gut ist, immerhin ist da ja Allohol drin, und der wirkt ja bekanntlich bakteriostatisch, bzw. bakterizid. Oder so.

Aber hier, na ja… der selbe Scheiß (“Scheiße” sagt man nicht, da geht nämlich die Bildung in ‘n Arsch!) Mist wie immer: gibbet nicht. Weder noch. Also wieder mal selber machen…

420 g Mandeln – 9,28 CAD.
350 g Zucker – 2,50 CAD.
Gebrannte Mandeln in Kanada, frisch aus der Pfanne – unbezahlbar! ;-)

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Lecker!

Heute im Interwebz gefunden: SÜSS! :-D

Und wenn ihr bei 0:47 ganz genau aufpaßt, hört ihr wie dieser putzige Baumstachler “Lecker!” sagt…
;-)

So, die “Süß”-Quote wurde für diesen Monat erfüllt – ab jetzt kommen wieder nur noch bitterböse und zynische Meldungen!

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Milch

Milch ist ungesund. Zumindest hier in Kanada, und wenn es hier in Kanada so ist, dann kommt das höchstwahrscheinlich aus den US of A, und muß somit unausweichlich richtig sein.

Milch ist also ungesund hier, und seit vielen Jahren werden Milchprodukte mit Vitamin D versetzt um Milch gesünder zu machen. Milch ohne Zusatz von Vitaminen existiert hier nicht – zumindest nicht käuflich erwerbbar, es sei denn man hat einen Bekannten/Verwandten mit einer Kuh.
Man kann ja nicht einmal einen richtigen Käse hier kaufen, es gibt z.B. keinen Allgäuer Emmentaler, keinen Camembert de Normandie, keinen Parmegiano Reggiano und keinen Greyerzer – alle aus illegaler Milch hergestellt.

Die Rede ist hier von Rohmilch, also unbehandelter Milch von der Kuh. In Deutschland wird diese Milch unter dem Namen “Vorzugsmilch” verkauft und schmeckt göttlich gut!

Ein Bauer in Ontario hat es gewagt Rohmilch an Kanadier zu verkaufen… Resultat: ein Jahr Haftstrafe auf Bewährung, sowie über 9’000 Dollar Geldstrafe. Plus Anwaltskosten und Gerichtsgebühren.

Arme Welt… :cry:

Illegaler Käse - die spinnen die Kanadier!

Quelle

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Ich krich die KRISE

Wir haben eine Schneefallwarnung… bis zu 20 cm Schnee morgen! Vielleicht ziehe ich doch wieder nach Mexico…

Nicht Kanada...

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Nervenzusammenbruch

Ich habe mir mal alle Papiere runtergeladen, die ich für meine permanente Aufenthaltserlaubnis in Kanada brauchen würde.

16 Seiten Fragebogen!

Ich muß sogar nachweisen, auf welche Grundschule ich wie lange gegangen bin, wo ich wie lange im Urlaub war, und muß alle Adressen angeben, an denen ich seit meinem 18. Geburtstag, also in 30 Jahren, gewohnt habe – das dürften so um die zwölf bis 15 werden, denke ich mal!

Ausfüllen wollte ich schon mal online anfangen, aber das funktioniert auf der Webseite wohl noch nicht so richtig. Liegt wahrscheinlich daran, daß ich noch nicht auf Adobe Reader 8.1 “upgegradet” habe…
ich wüßte jetzt auch ehrlich gesagt gar nicht, wo ich noch die Version 8.1 herzaubern soll.

Es liegt auf jeden Fall nicht daran, daß ich Linux benütze – ich habe nämlich gleich nochmal in Windoofs gebootet, und da funzt es auch nicht.

Ob das jetzt so eine tolle Empfehlung für Kanada ist, lasse ich mal dahingestellt… ;-)

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Fußball ist Scheiße

Ehrlich, oder? 22 Mann rennen hinter einem einzigen Ball her – wäre es nicht viel humaner, jedem der Spieler einen Ball zukommen zu lassen? Dann hätte sich dieses Hin- und Hergerenne endlich mal erledigt…

Man könnte ja die überschüssigen Bälle aus Kanada nach Deutschland importieren, so wird’s dann auch nicht zu teuer.
Zumindest wenn es nach Alicia Fernandez, der Rektorin der Earl Beatty Public School in Toronto, ginge, stünden bald jede Menge Bälle für eben diesen Zweck zur Verfügung.

Frau Fernandez hat nämlich beschlossen, daß harte Bälle viel zu gefährlich für die zarten kleinen Engel an ihrer Schule sind, und hat sie kurzerhand verboten (die Bälle, nicht die blöden Blagen armen zarten Engel).

Wer’s nicht glaubt: guckst du. Ach, wenn doch in meiner Kindheit ein Rektor den Mut gehabt hätte so eine Entscheidung zu treffen – ich hab’ diesen dusseligen Fußball eh’ immer gehaßt wie der Teufel das Weihwasser.

Vielleicht wird ja stattdessen an dieser Schule in Toronto virtueller Fußball eingeführt…

Oh Mann, arme Welt… :cry:

 

Nu is’ aba genug mit Spocht… könnt’ man ja sonst noch meinen, ich würde Spocht mögen! Igitt! ;-)

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Oh, Kanada

So, getz’ isses soweit! Ich lebe schon seit seit langen Jahren in Kanada, habe hier meinen Lebensmittelpunkt und einen guten Job, der mich ausfüllt und zufriedenstellt immer mehr verzeifeln läßt.

Ich gehe schon lange mit der Idee schwanger, hier meine eigene Firma aufzumachen. Ideen habe ich einige, Geld weniger (wer mal weinen will, dem maile ich gerne meine Gehaltsabrechnung zu! :-) ).

Vor ein paar Tagen dann war es soweit: ich ging von Pontius zu Pilatus, um Informationen darüber zu erhalten, welches wohl die Voraussetzungen wären, um eine Firma zu eröffnen.

Fazit: es ist wohl doch einfacher, den Weg über die “permanent residency” zu gehen, also eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Kanada zu beantragen.

Leider stellen sich da wieder einige Hindernisse in den Weg, z.B. ein Englischtest – ich habe mich wohl die letzten Jahre hier nur durch Grunzlaute verständlich machen können…
Der Test dauert anderthalb Tage und kostet so um die 600.- CAD. Und dann kommt noch anderes Zeugs dazu, und die kanadische Bürokratie ist der deutschen keineswegs unterlegen, muß man wissen! Fast könnte man meinen, die kanadischen Bürokraten wären Vorbild für die Vogonen gewesen! Ein Schelm, wer Arges dabei denkt…! ;-)

Mal gucken, ich hab’ auf jeden Fall eine neue Kategorie eingerichtet: “How to become a Canadian”. Das hört sich fast an wie “How not to be seen“, ist aber nicht so lustig…

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Nochma’ Spocht

So wie es aussieht, interessiert sich hier in Kanada keiner für das Schürbelspiel. Eigentlich nicht mal ich…

Vielleicht lasse ich mir von mbH (meiner besseren Hälfte) doch Langlaufskier zu Weihnachten schenken? Bewegungstechnisch sieht mir das nicht zu anspruchsvoll aus, das sollte sogar ich hinkriegen! Und passieren kann eigentlich auch nicht viel…



Genau so stelle ich mir mich selber vor… :-D

Na ja, bis Weihnachten is’ ja noch ein bißchen hin, da kann ich noch mal drüber nachdenken… ;-)

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Spocht

Ich habe mich entschlossen, endlich etwas gegen meine Plauze zu unternehmen! Auf der Suche nach einer geeigneten Beschäftigung bin ich auf das Schürbelspiel gestoßen, welches mir außerordentlich faszinierend erscheint.

Jetzt muß ich bloß noch 42 Mitspieler, sowie 43 weitere Spieler für dir gegnerische Mannschaft finden – ein Klacks!

Hier ein kurzer Überblick über die Regeln des Schürbelspiels:

1 Ein Schürbelteam besteht aus 43 Spielern:
Linker und rechter Innenhock, linker und rechter Außenhock, 4 schleichende Grumpen, 4 kriechende Grumpen, 5 Gewöllmänner, 3 Vor-Brummer, 4 Hintertreppler, 2 Vordertreppler, 2 Treppler, 2 Überzwerche, 2 Unterzwerche, 9
Seitliche, 2 Läufige und 1 Haderer

2 Jeder Spieler hat einen langen, am Ende gebogenen Stock, genannt Frullip. Der Frullip dient dazu, den Gegner beim  Versuch, die Torlinie mit dem Schnofel (Ball) zu überqueren, aufzuhalten. Der offizielle Schnofel hat einen Durchmesser von 11,9 cm und besteht aus der ungegerbten Haut des ostafrikanischen Mumpitz, ausgestopft mit Federn vom Rotkehlchen.

3 Das Spiel beginnt, indem ein englischer Amtsrichter eine neue spanische Peseta wirft. Errät der gegnerische Mannschaftskapitän den Wurf richtig, so wird das Spiel sofort abgesagt. Rät er falsch, so hat der Führer der Heimmannschaft die Wahl, den Schnofel zu führen oder gegen die Sonne zu spielen. Bei Bewölkung wird ein
Oberamtsrichter hinzugezogen.

4 Das Schürbelspiel findet statt auf einem fünfkantigen Platz, genannt Wampe. Die Mannschaften nehmen an den entgegengesetzten Enden der Wampe Aufstellung (Sichtung). Sie spielen insgesamt 7 Schlawinen von je 16 Minuten.
Bei Regen erhöht sich die Zahl der Schlawinen auf 8.

5 Der rechte Außenhock deutet seine Bereitschaft an, den Schnofel zu spielen, indem er dreimal ruft: “Mi tio es infermo”ein altes chilenisches Sprichwort, das besagt: “Mein Onkel ist krank”. Ein Hinweis auf die Herkunft dieses vor allem in Südafrika überaus populären Sports.

6 Sobald das angreifende Team den Schnofel erhält, stehen ihm 5 Nöhten zu, um das feindliche Tor zu erschürbeln. Beim Absetzen des Schnofels im Löwenzahn-Feld, jenseits der Catuille gibt es einen Wumbach, der 17 Punkte zählt.
Schlagen sie den Schnofel mit dem Frullip über den Wonz, so haben sie einen Uffnick erzielt, der jedoch nur 11 Punkte zählt. In den ersten 6 Schlawinen können Punkte nur von den Vor-Brummern erzielt werden.

7 Während der 7. Schlawine oder bei Regen der 8. gilt eine Sonderregel: Jetzt dürfen die 5 Gewöllmänner den Schnofel sowohl kicken als auch werfen, wobei aber die 9 Seitlichen das Recht haben, die Vordertreppler durch Imitation der Donkosaken abzulenken. Gewöllmänner werden grundsätzlich nur durch Unterzwerche unterstützt, wobei es für den Haderer verboten ist, den Schnofel zu berühren. Verstößt er gegen diese Regel, gibt es einen Knaatsch und der Haderer verliert 10 % seines Bestechungsgeldes.

8 Ein typisches Schürbelspiel mit 7 Schlawinen:
Team A ist mit 109:578 im Rückstand, besitzt aber den Schnofel in der 2. Hälfte der 4. Schlawine. Jetzt setzt der linke Innenhock zum Spurt an und überspielt 2 kriechende Grumpen und den mittleren Vor-Brummer. Er strebt einen Wumbach an, täuscht dem Gegner aber einen Uffnick-Versuch vor. Ein solches Manöver bringt das Publikum unweigerlich von den Sitzen hoch und treibt es Richtung Ausgang.

9 Um das Spiel fair zu halten, ist eine Reihe von Strafen vorgesehen: Das Mauern des Schnofels, Fechten mit dem Frullip, Eislaufen in der 5. Schlawine sowie Rauchen gelten als Kleinverstöße und werden mit einem Freistoß aus 50 cm in die Magengrube geahndet. Großverstöße (Blockieren des Trepplers, Vergraben des Schnofels, Hadern mit dem Schicksal und Tragen einer Sonnenbrille) führen zum Verlust einer halben Wampe.

10 Das Schürbelspiel kennt 4 Unparteiische: Amtsrichter, Feldjäger, Obermaat und Hirschfänger. Sobald jedoch das Spiel begonnen hat, verlieren die Unparteiischen die Entscheidungsgewalt. An ihre Stelle tritt der Parteiische, der seine Entscheidungen auf das Ergebnis geheimer Abstimmungen unter den Schlachtenbummlern aufbaut.

11 Endet das Spiel unentschieden, erfolgt ein Nachspiel vor Gericht. Letzteres unterbleibt jedoch, wenn beide rechten Innenhocks durch Foul aus dem Spiel ausgeschieden sind. In diesem Fall nehmen die Teams am Rand der Wampe Aufstellung und sagen Wirtinnen-Verse auf. Wer zuerst lacht, hat verloren.

12 Amateur-Schürblern ist es streng verboten, Werbung zu machen, R-Gespräche zu führen oder Knoblauch zu essen.
Ein Übertritt ins Profi-Lager ist jedoch möglich, indem sie gegen Bezahlung das Spiel ihrer Mannschaft verlieren.

13 Zwergschulen, denen die Bildung eines 43-Mann-Teams nicht möglich ist, können eine vereinfachte Version spielen:
Das Zwei-Mann-Schürbeln. Die Spielregeln sind unverändert, doch ist es jetzt die Aufgabe des Spielers, möglichst schnell zu verlieren.

14 Der National-Schürbel-Reglements-Ausschuß ist laut Charter verpflichtet, einmal jährlich zu tagen. Die lang erwartete Änderung von Artikel XVI§77 Buchstabe J ist endlich bewilligt worden. Statt der alten Version:
“In geradzahligen Schlawinen ist der linke Läufige verpflichtet, den Frullip am Rand der Wampe abzulegen und den Obermaat zu informieren, daß er in den letzten 24 Stunden keinen Alkohol getrunken hat” wurde jetzt eine neue vereinfachte Version akzeptiert:
“In geradzahligen Schlawinen ist der linke Läufige verpflichtet, den Frullip am Rand der Wampe abzulegen und den Obermaat bzw. einen Treuhänder, der vom Obermaat im Beisein von 2 Zeugen, deren Leumund über jeden Zweifel erhaben ist, dazu beauftragt wurde, schriftlich oder mündlich zu versichern, daß er in den letzten 24 Monaten keinen Alkohol getrunken hat. Bei Zuwiderhandlungen ist der Obermaat ermächtigt, auf Klabuster zu entscheiden”

Quelle (pdf)

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Schweinshax’n

Gestern kam der Küchenchef zu mir, zeigte mir eine  Riesenkiste Schweinshax’n, und fragte mich, ob ich die wohl möge, es handele sich um eine Fehllieferung, und er wisse eigentlich nicht so recht, was er damit machen solle…

Mich zu fragen ob ich Schweinshax’n (die leckeren, mit der knusprigen Schwarte – nicht die norddeutschen Eisbeiner) mag, ist ungefähr so, als ob man einen katholischen Priester früge, ob er kleine Jungens mag!

Er hat mir dann gleich fünf Stück mitgegeben, damit ich sie zu Hause zubereiten kann.

Heute, nach der Arbeit (Abfülltag – ganz übler Tag um mich anzusprechen! ;-) ), kam besagter Küchenchef freudestrahlend aus der Küche und präsentierte mir seine Version einer Schweinshax’n, die er nach meinem Schweinebraten-Rezept gemacht hatte.
Schweinebraten und Schweinehaxe sind aber nun mal nicht dasselbe, aber essbar war es dann doch (mit kleinen Modifikationen…). Anderthalb Hax’n hab ich reinwürgen müssen, bevor ich nach Hause fahren durfte…

Zuhause dann die freudige Überraschung: meine Liebste hatte auch Hax’n gemacht, nach dem Rezept des von mir sehr verehrten Alfons Schuhbeck. Alle fünf.

Eine halbe bekam ich noch runter, bevor ich mit Schaum vor dem Mund vom Stuhl fiel und hilflos zuckend unter dem Tisch liegen blieb.

Ich träume heute bestimmt wieder von der heiligen Jungfrau Maria… ;-)

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