Gewonnen

So eine heiße Dusche ist schon was feines; ganz besonders jetzt, wo es draußen arschkalt wird.

Es gibt fast nichts schöneres als nach der Arbeit nach Hause zu gehen, und erstmal gepflegte zehn Minuten unter der Dusche zu entspannen…

Ich fange dann immer an über Sinn und Unsinn der Welt, über die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit zu fabulieren. Man könnte auch einfach sagen, ich tagträume so vor mich hin.
Aber das wäre natürlich schon sehr salopp ausgedrückt.

Heute habe ich, aus welchen Gründen auch immer, darüber nachgedacht, was ich schon alles in meinem Leben gewonnen habe. Bei Preisausschreiben meine ich. So Sachen wie “an Erfahrung gewinnen” gelten nicht…

Also:

  • ein aufblasbarer Dephin. War, falls mich meine Erinnerung nicht trügt, von Nivea, oder Creme 21 oder sowas in der Art. Ich war zarte acht Jahre alt.
  • ein Buch über Teletext und Videotext vom Bayerischen Rundfunk. Heute weiß keiner mehr, was das eigentlich gewesen sein soll… (Tele- bzw. Videotext, nicht der Bayerische Rundfunk ;-) )
  • eine Freikarte der Pasinger Lichtspiele, wo ich so gut wie jeden Winnetou- und jeden Godzilla-Film mindestens drei- bis zwölfmal in den Samstags- und Sonntagsmatineen angeguckt habe.
    Die Pasinger Lichtspiele existieren auch schon lange nicht mehr…
  • ein Buch über Deutschland in drei Sprachen von The Local.

Nicht so besonders viel, oder? Ich fang’ wieder an mit Lottospielen, es kann ja nur noch besser werden!
Und wenn ich dann Millionär bin, laß’ ich euch alle nach Kanada einfliegen, und wir machen erstmal eine gepflegte Party! Jippie! :-D

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PR VI

So, damit es nicht heißt, daß ich die ganze Zeit auf der faulen haut liege: hier ist wieder ein literarisches Meisterwerk von mir. Wieder veröffentlicht im lokalen Käseblatt unter der Überschrift “Ask the Brewmaster”:

Beer makes beautiful?

Believe it or not, but besides being a very healthy drink with lots of vitamins and minerals, beer holds another secret: beer actually makes one beautiful.
Already over 2’000 years ago Pliny the elder described in one of his writings that Egyptian women would use beer foam to treat their skin. This practice was then taken over by the Roman women and remained a recipe for beauty not only in ancient times. It is said that even Duchess Louise of Mecklenburg-Strelitz, former queen of Prussia known for her beauty and her vibrant looks, used beer to nourish the delicate skin of her cleavage.
But not only women use beer for beauty; for many men it is almost equal to a catastrophe when they start losing their hair, and a very simple way to get fuller, healthier looking hair is to rinse it with beer. Take equal amounts of beer and egg yolk (if you want you may also mix in regular shampoo), massage it onto your scalp and leave on for four minutes before rinsing it out. After a couple of weeks you will notice an improvement in your hair quality.
The reason behind this is that in order to grow, the hair follicles need vitamins and minerals. By using the beer shampoo you are supplying your hair with exactly that: everything it needs to grow strong and healthy!
Suffering from acne? Beer can help! You will need to find an unfiltered beer though, because the active ingredient now is the yeast. Yeast contains a lot of vitamins, especially lots of vitamin B6 (Pyridoxine), which speeds up the energy metabolism of skin cells and helps to reduce fatty deposits on the skin.
A lot of yeast can be found in German style „Weissbier“ or „Weizen“ (same beer, but in the north it’s called Weizen, in the south it’s called Weissbier) or in any bottle fermented beer.
If you don’t like the taste of the beer, then there is still hope: you can find brewer’s yeast tablets in pretty much any pharmacy or supermarket out there – a healthy, natural and cheap supplement.
And if you just need to relax from a stressful day at work: how about a beer bath? Fill your bath tub about halfway with warm water, a little warmer than usual. Add a bottle (or two, or three, or four…) of your favourite beer and enjoy!
The minerals, vitamins, amino acids and enzymes will boost your metabolism, the hop in the beer will help you to relax and unwind, and the CO2 will stimulate the blood flow.
If everything else fails: just have a pint or two at your favourite pub – at least you will feel more beautiful! Prost!

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Gebrannte Mandeln

Advent, Advent die Mandel brennt – oder so. Auf jeden Fall war mir seit ein paar Tagen nach gebrannten Mandeln.

In fast jedem zivilisierten Land wäre ich jetzt einfach auf den Christkindl- respektive Weihnachtsmark gegangen, und hätte mir dort eine Tüte (oder zwei…) gegönnt. Und ein oder zwei Becherchen Glühwein, zur Sicherheit. Man weiß ja nie wozu sowas gut ist, immerhin ist da ja Allohol drin, und der wirkt ja bekanntlich bakteriostatisch, bzw. bakterizid. Oder so.

Aber hier, na ja… der selbe Scheiß (“Scheiße” sagt man nicht, da geht nämlich die Bildung in ‘n Arsch!) Mist wie immer: gibbet nicht. Weder noch. Also wieder mal selber machen…

420 g Mandeln – 9,28 CAD.
350 g Zucker – 2,50 CAD.
Gebrannte Mandeln in Kanada, frisch aus der Pfanne – unbezahlbar! ;-)

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Lecker!

Heute im Interwebz gefunden: SÜSS! :-D

Und wenn ihr bei 0:47 ganz genau aufpaßt, hört ihr wie dieser putzige Baumstachler “Lecker!” sagt…
;-)

So, die “Süß”-Quote wurde für diesen Monat erfüllt – ab jetzt kommen wieder nur noch bitterböse und zynische Meldungen!

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Milch

Milch ist ungesund. Zumindest hier in Kanada, und wenn es hier in Kanada so ist, dann kommt das höchstwahrscheinlich aus den US of A, und muß somit unausweichlich richtig sein.

Milch ist also ungesund hier, und seit vielen Jahren werden Milchprodukte mit Vitamin D versetzt um Milch gesünder zu machen. Milch ohne Zusatz von Vitaminen existiert hier nicht – zumindest nicht käuflich erwerbbar, es sei denn man hat einen Bekannten/Verwandten mit einer Kuh.
Man kann ja nicht einmal einen richtigen Käse hier kaufen, es gibt z.B. keinen Allgäuer Emmentaler, keinen Camembert de Normandie, keinen Parmegiano Reggiano und keinen Greyerzer – alle aus illegaler Milch hergestellt.

Die Rede ist hier von Rohmilch, also unbehandelter Milch von der Kuh. In Deutschland wird diese Milch unter dem Namen “Vorzugsmilch” verkauft und schmeckt göttlich gut!

Ein Bauer in Ontario hat es gewagt Rohmilch an Kanadier zu verkaufen… Resultat: ein Jahr Haftstrafe auf Bewährung, sowie über 9’000 Dollar Geldstrafe. Plus Anwaltskosten und Gerichtsgebühren.

Arme Welt… :cry:

Illegaler Käse - die spinnen die Kanadier!

Quelle

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Ich krich die KRISE

Wir haben eine Schneefallwarnung… bis zu 20 cm Schnee morgen! Vielleicht ziehe ich doch wieder nach Mexico…

Nicht Kanada...

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Nervenzusammenbruch

Ich habe mir mal alle Papiere runtergeladen, die ich für meine permanente Aufenthaltserlaubnis in Kanada brauchen würde.

16 Seiten Fragebogen!

Ich muß sogar nachweisen, auf welche Grundschule ich wie lange gegangen bin, wo ich wie lange im Urlaub war, und muß alle Adressen angeben, an denen ich seit meinem 18. Geburtstag, also in 30 Jahren, gewohnt habe – das dürften so um die zwölf bis 15 werden, denke ich mal!

Ausfüllen wollte ich schon mal online anfangen, aber das funktioniert auf der Webseite wohl noch nicht so richtig. Liegt wahrscheinlich daran, daß ich noch nicht auf Adobe Reader 8.1 “upgegradet” habe…
ich wüßte jetzt auch ehrlich gesagt gar nicht, wo ich noch die Version 8.1 herzaubern soll.

Es liegt auf jeden Fall nicht daran, daß ich Linux benütze – ich habe nämlich gleich nochmal in Windoofs gebootet, und da funzt es auch nicht.

Ob das jetzt so eine tolle Empfehlung für Kanada ist, lasse ich mal dahingestellt… ;-)

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Fußball ist Scheiße

Ehrlich, oder? 22 Mann rennen hinter einem einzigen Ball her – wäre es nicht viel humaner, jedem der Spieler einen Ball zukommen zu lassen? Dann hätte sich dieses Hin- und Hergerenne endlich mal erledigt…

Man könnte ja die überschüssigen Bälle aus Kanada nach Deutschland importieren, so wird’s dann auch nicht zu teuer.
Zumindest wenn es nach Alicia Fernandez, der Rektorin der Earl Beatty Public School in Toronto, ginge, stünden bald jede Menge Bälle für eben diesen Zweck zur Verfügung.

Frau Fernandez hat nämlich beschlossen, daß harte Bälle viel zu gefährlich für die zarten kleinen Engel an ihrer Schule sind, und hat sie kurzerhand verboten (die Bälle, nicht die blöden Blagen armen zarten Engel).

Wer’s nicht glaubt: guckst du. Ach, wenn doch in meiner Kindheit ein Rektor den Mut gehabt hätte so eine Entscheidung zu treffen – ich hab’ diesen dusseligen Fußball eh’ immer gehaßt wie der Teufel das Weihwasser.

Vielleicht wird ja stattdessen an dieser Schule in Toronto virtueller Fußball eingeführt…

Oh Mann, arme Welt… :cry:

 

Nu is’ aba genug mit Spocht… könnt’ man ja sonst noch meinen, ich würde Spocht mögen! Igitt! ;-)

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Oh, Kanada

So, getz’ isses soweit! Ich lebe schon seit seit langen Jahren in Kanada, habe hier meinen Lebensmittelpunkt und einen guten Job, der mich ausfüllt und zufriedenstellt immer mehr verzeifeln läßt.

Ich gehe schon lange mit der Idee schwanger, hier meine eigene Firma aufzumachen. Ideen habe ich einige, Geld weniger (wer mal weinen will, dem maile ich gerne meine Gehaltsabrechnung zu! :-)).

Vor ein paar Tagen dann war es soweit: ich ging von Pontius zu Pilatus, um Informationen darüber zu erhalten, welches wohl die Voraussetzungen wären, um eine Firma zu eröffnen.

Fazit: es ist wohl doch einfacher, den Weg über die “permanent residency” zu gehen, also eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Kanada zu beantragen.

Leider stellen sich da wieder einige Hindernisse in den Weg, z.B. ein Englischtest – ich habe mich wohl die letzten Jahre hier nur durch Grunzlaute verständlich machen können…
Der Test dauert anderthalb Tage und kostet so um die 600.- CAD. Und dann kommt noch anderes Zeugs dazu, und die kanadische Bürokratie ist der deutschen keineswegs unterlegen, muß man wissen! Fast könnte man meinen, die kanadischen Bürokraten wären Vorbild für die Vogonen gewesen! Ein Schelm, wer Arges dabei denkt…! ;-)

Mal gucken, ich hab’ auf jeden Fall eine neue Kategorie eingerichtet: “How to become a Canadian”. Das hört sich fast an wie “How not to be seen“, ist aber nicht so lustig…

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Nochma’ Spocht

So wie es aussieht, interessiert sich hier in Kanada keiner für das Schürbelspiel. Eigentlich nicht mal ich…

Vielleicht lasse ich mir von mbH (meiner besseren Hälfte) doch Langlaufskier zu Weihnachten schenken? Bewegungstechnisch sieht mir das nicht zu anspruchsvoll aus, das sollte sogar ich hinkriegen! Und passieren kann eigentlich auch nicht viel…



Genau so stelle ich mir mich selber vor… :-D

Na ja, bis Weihnachten is’ ja noch ein bißchen hin, da kann ich noch mal drüber nachdenken… ;-)

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